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tintenlaufen

das quellen der ärsche auf dem ziffernblatt, die fettigen finger am abzug, der abgestandene tee am hauptportal, die immermüden blicke des eiswürfels, das alles spiegelt kein bild wieder. es wäre halb sechs oder auch die kokostrommel klingt noch frisch, jedenfalls oder allenfalls hin und wieder erreicht ein gedanke den morschen und vergewitterten alten stein. es klebt etwas zwischen den regentropfen, tropffrei, ohne fäden zu ziehen, das ist nicht neu, ein uhu höhlt mit seinem uhu die nacht aus. ein dachs schleicht sich ein, ohne schwarzweiß zu malen. das ist wohl etwas sonderbar, manchmal fällt ein regentropfen aus allen wolken, wenn er aufschlägt auf einem glitschigöligen fettgesicht oder dem deckel eines mülleimers. kein wunder ist zu groß, um sich zu verlieren, ohne zutun, ohne wegschauen, einfach so mittenherum, oder so oder auch ein ganz ganz klein bißchen, nur was. die frage bleibt offen, sie hat langen denktag. ein erlebnis, so ein tag, nur daß am abend die frage immer noch nicht schließt, ist stutzig. sie bleibt offen wie ein mund im august. bald wird der winter das land ausziehen, dieser lüstling, und mit seiner weißen weste einkälten. zum glück sind diese scheißstreifen, diese dreckigen schon da und sie halten gut. ein kalb hätte es leichter, aber wem schreib ich das. wer kennt schon den unterschlatz zwischen den mühlsteinen mit oder ohne hals. man trägt diesen herbst wieder durchfall, das herz hat freie bahn, die hose weitet sich, man bettet sich in ängstlichkeiten, halblaune, oder noch besser viertellaune. ohne zu wissen, kapiert niemand, es ist schon kälter als mir lieber ist, aber wer kümmert sich darin. wohl nur ein niemand oder ein keiner, was wohl oder übel. fliegen sind rarer seit dem letzten vergangenheitsgewühl. das glas mit den gurken stand auch schon höher, man könnte meinen, es sei sauer. aber es sind die gurken, das glas lächelt nur abweisend, so sei es und so könnte es verwesen gesein. sprache spricht, vogel kriecht, wasser stockt, es kann ein andermal wohl besser. am siedpunkt ist der anfang der linie, die nicht-so-genannte und daher eigentlich, ja ureigentliche namenlose siedelinie. zum glück weiß schon niemand davon und auch nicht daher, dahin - ist viel zu weit, einen apfelwurf zu weit. die kröten polieren schon ihre bützel. die zeiten werden kommen in ihrer schwersten. was das wohl im sinn ergeben könnte und das jetzt? ich könnte mich noch seitenweit langschreiben.